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Lisa und Bill holten uns kurz nach vier Uhr ab. Mit dem Auto ist es eine halbe Stunde Fahrt nach Forest Range,
mit dem Velo vermutlich gut 2 Stunden. Sie zeigten uns ihr Haus und den ca. 10 Hektaren grossen Umschwung. Bill
pflanzte vor ca. 15 Jahren 15'000 Bäume auf dem Grundstück, die mittlerweile eine respektable Grösse erreicht
haben. Etwas schlechter geht es dem Garten, die Tomaten erreichen gerade die Grösse von Cherrytomaten. Da sie
einzig das Regenwasser zur Verfügung haben, welches sie auffangen kommt der Garten in einem extrem trockenen
Sommer wie diesem etwas zu kurz. Das Wasser für das Haus hat Priorität. Zumindest reicht es noch für das
hausgebraute Bier. Lisa erwartet ihr Baby anfangs Juli und bleibt daher lieber bei Coke.
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Meine heutige vormittägliche Ausfahrt mit dem Velo endete im Royal Adelaide Hospital. Bei einer
Baustelle fuhr ich etwas zu schnell von der Strasse auf den Radweg. Dabei übersah ich den Absatz und
landete unsanft auf der Strasse. Ein hinter mir fahrender Velofahrer rief die Ambulanz, angesichts des
Loches im linken Knie (ich konnte die blanke Kniescheibe erkennen) wohl die richtige Entscheidung. Da ich
nicht der einzige Fall für die Notaufnahme war wurde es 18 Uhr bis ich das Spital - das Knie genäht und
bandaschiert verlassen konnte. Das Programm für die nächsten Tage ist gegeben - Knie ruhig stellen, damit
die Wunde nicht wieder aufreist und kein Velo mehr bis zu meiner Rückreise. Für Rita wird es daher wohl
etwas langweilig.
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Nach fast drei Wochen ohne Velo war es wieder mal an der Zeit etwas zu unternehmen.
Graham ist allein zu Hause, somit war es auch für ihn eine willkommene Abwechslung ins
McLaren Vale zu fahren. Wie meistens nahmen wir den Zug bis Norlunga. Diesmal stoppten wir bei Woodstock zum Lunch. Der 'weisse' Woodstock
kommt gratis mit der delikaten Platte. Es war nicht heiss und deshalb entschlossen wir uns mit dem
Velo bis nach Adelaide zu fahren.
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Des und Warren leben im Vorort Chisholm, welches ca. 15 Km südlich des Stadtzentrums von Canberra liegt. Am Morgen
unternahmen wir noch eine Spaziergang in diesem Vorort. Unser Abschied musste natürlich mit einem guten
Tropfen Sparkling Red begossen werden. Die Busfahrt nach Adelaide würde ca 12 h dauern, daher haben wir
uns nach Alternativen umgeschaut. Bei Virgin Blue buchten wir einen Direktflug nach Adelaide für A$99, kaum mehr als
für den Bus, da fiel die Entscheidung leicht zumal der Flug nur gut 1 1/2 h dauerte.
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Kaum zu Hause bekam Warren von einer seiner Töchter den Auftrag ihr Haus etwas zu erweitern. Ausserhalb der
Stadt gibt es einen Ort wo man mit etwas Glück Baumaterial finden kann. Der Ort gleicht aber eher einer
Abfallhalde. Zum Abendessen kochte Des eine delikate Lammkäule, die wir alle sehr genossen.
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Aufbruchstimmung! Der Abstecher an die Küste neigt sich dem Ende zu. Auf dem Weg nach Bombala und Cooma
stoppten wir bei den Pinnacles, von der Formation und Farbe des Gesteins her gesehen einem Mini-Bryce Canyon.
Cooma ist eine Farmergegend, welche stark unter der Trockenheit leidet. Viele Farmer müssen ihre Schafherden
verkaufen, da sie kein Futter mehr für die Schafe haben. Bei der Versteigerung erfuhren wir, dass der Preis
pro Schaf ca A$ 17 beträgt. Letztes Jahr bekamen sie noch A$40. Schwache Schafe werden, wenn überhaupt für A$ 1
verkauft, oft weniger als der Transport kostet.
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Den zweiten Tag in Eden verbrachten wir mit dem Besuch verschiedener, interessanter Punkte im
Ben Boyd National Park. Ben Boyd kam aus England und wollte mit Hilfe von Anleihen aus England diesen
Teil der Südküste urbanisieren. Er war wenig erfolgreich und verschwand schliesslich von der Bildfläche.
Geblieben sind das Ben Boyd Haus, das renoviert und in ein upmarket Resort umgewandelt wurde sowie der
Ben Boyd Tower, welcher den Walbeobachtern diente die ankommenden Wale auszumachen und die Walfänger zu
mobilisieren. Die für diese Küstenregion typischen Bäume lassen kaum Sonnenlicht durch und daher gibt es
auch keine Bodenvegetation.
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Heute war ein autofreier Tag. Über den Walkway dem See entlang gelangten wir an die Küste
und schliesslich in die Stadt. Eden ist noch ein Fischerdorf und noch nicht so touristisch wie
andere Orte an der Südküste von New South Wales. Früher, d.h. bis zu den fünfziger Jahren wurde hier
Walfang betrieben. Das Killerwal Museum zeugt von diesen Aktivitäten. Wenn man den Geschichten im Museum
glauben kann haben die Killerwale die andern Wale vor den Walfängern beschützt. Der legendäre Killerwal Tom
wurde schliesslich erlegt und sein über 4 Meter langes Skellet ist im Museum ausgestellt.
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Bei gutem Wetter gings heute in südlicher Richtung der Küste entlang. Die malerische Küste veranlasste uns
ab und zu anzuhalten und den Surfern zuzuschauen. Über Moruya, Narooma und Bega erreichten wir schliesslich
unser Ziel Eden. Freunde von Des & Warren besitzen in Eden ein Haus, welches wir für drei Nächte benützen
können. Der Start der Ferien unserer Ferien musste schliesslich mit einem oder zwei Glas Sparkling Rosé
gefeiert werden.
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Das Wetter war ähnlich wie gestern, bedeckt und kühl, was uns aber nicht hinderte das Frühstück auf
der Veranda des Cabins einzunehmen. Anschliessend besuchten wir den Booderee National Park, welcher den
südlichen Teil der Jervis Bay ausmacht. Über Milton, Ulladulla und Pebbly Beach, wo sich
die King Parrots offensichtlich an Touristen gewöhnt haben erreichten wir die Batemans Bay. Der ehemalige
Fischerort hat sich mittlerweile zum beliebtesten weil nahegelegensten Küstenort für die Leute aus Canberra
entwickelt. Warren's Geburtstag feierten wir mit einer guten Flasche Wein in einem Italienischen
Restaurant. Es war pumpsvoll und gehört wohl zu den besseren der Stadt.
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