Rita's & Albert's Tagebuch      
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Jan 2007
31. Januar 2007
Die Küste zeigte sich heute von ihrer kühleren, nassen Seite gerade recht um den xxx Regenwald zu besuchen. Er zählt zu den südlichsten, tropischen Regenwäldern. Der gut angelegte ca. 5 Km lange Weg führte uns in den dichten Wald mit riesigen Feigenbäumen und vielen andern typischen Regenwald-Pflanzen. Es blieb den ganzen Tag bedeckt und kühl, ein Sommertag wie er auch in der Schweiz nicht selten vorkommt. Das heutige Tagesziel Huskisson ist ein Fischer- und Ferienort mit Cabins und Caravanparks. Das gemietete Cabin hatte nicht den Komfort von gestern, war dafür aber etwas günstiger. Wir verzichteten auf die World famous Fish and Chips und assen im RSL-Club, einem Club der ehemaligen Kriegsteilnehmer zu Abend. Ob es eine gute Entscheidung war können wir nicht korrekt beantworten. World famous ist der Club jedenfalls nicht.
30. Januar 2007
Heute gings nun also los. Wir verliessen Canberra in nördlicher-östlicher Richtung nach Goulburn. Etwas ausserhalb steuerte Warren den Subaru nach Osten Richtung Bundanoon. Über Moss Vale gelangten wir zu den Fitzroy Falls, die trotz der Trockenheit noch etwas Wasser führten. Die Landschaft gleicht etwas den Blue Mountains oder dem Grand Canyon in kleinerer Ausführung. Über den Macquarie Pass gings steil herunter zur Küste. Kiama war unser Ziel wo wir ein luxuriöses Cabin mieteten. Die Ferienzeit ging letzte Woche zu Ende und damit sinken auch etwas die Preise. Mit einem Glas Sparklingrundeten wir den interessanten Tag ab.
29. Januar 2007
Nach dem Besuch des Denkmals, welches an das verhehrende Buschfeuer von 2003 erinnert kauften wir noch ein paar Sachen ein für unsere bevorstehende Reise an die Südküste von New South Wales. Den Rest des Tages verbrachten lesend am Schlangen übersähten Tisch im Garten. Sie dienen zur Abschreckung der Vögel, die sonst den Tisch versche... würden.
28. Januar 2007
Einmal pro Monat führt der Veterans Athletic Club Canberra, dem auch Des & Warren angehören einen Lauf durch, der nach der Handicapformel ausgetragen wird. Der langsamste mit dem grössten Handicap startet zuerst, die schnellsten zuletzt, sodass alle gleichzeitig ins Ziel kommen sollten. Nebst dem Lauf gibt es auch eine Kategorie die marschiert und dort starteten wir zusammen mit Des. Die Zeiten werden genaustens gestoppt und können anderntags im Sportteil der Canberra Zeitung nachgelesen werden. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir mit Stadtbesichtigung und dem Besuch des Handicraft Markets.
27. Januar 2007
Des und Warren zeigten uns heute die nähere Umgebung von Canberra. Zunächst eine zurückgebaute Überwachungsstation, welche die Amerikaner für die Verfolgung der Mondlandung aufgebaut hatten. Später gings zu einem ehemaligen Gutshof, welcher bis zu den 50-iger Jahren bewirtschaftet wurde. Heute ist das Farmland ein Bestandteil eines Nationalparks und wird von zahlreichen Kangaroos 'bewohnt'.
26. Januar 2007
Um fünf Uhr früh klingelte das Telefon, es war Zeit aufzustehen. Zu Fuss - ca. 25 Min - gingen wir zum Busbahnhof. Der Greyhound Bus sollte um sieben losfahren und Canberra um halb vier nachmittags erreichen. Mit einer Verspätung von einer halben Stunde gings schliesslich los. Der Bus war nur halb gefüllt und somit hatte jeder von uns einen Fensterplatz. In Albury am Bahnhof war Mittagshalt, wo noch ein paar Leute vom Zug kommend zustiegen. Kurz vor vier waren wir in Canberra, wo uns Des & Warren ewarteten.
25. Januar 2007
Der zweite Tennistag brachte uns die Frauenhalbfinals zwischen Williams und Clysters sowie Sharapova und Vaidisova. Diese beiden nicht sonderlich guten Spiele waren schon vor fünf zu Ende. Wir verzichteten auf das anschliessende Doppel und stellten uns wieder für Tickets an, schliesslich spielte heute Abend Roger Federer gegen Rodick. Gestern musste ich vor dem Stadion anstehen, da nur ca. 10 Personen direkt vor dem Schalter warten dürfen. Heute hatten wir Glück und konnten uns direkt vor dem Schalter anstellen. Um 20 min nach sechs hatte Rita ihr Ticket. Eine Stunde später, 10 min vor Beginn des Halbfinals Federer-Rodick konnte ich zwei Tickets ergattern. Rita verkaufte ihr Ticket innert Sekunden. Trotz der Plätze in der obersten Reihe hatten wir eine gute Sicht. Roger spielte so gut wie wohl nie zuvor, obwohl Rodick nicht schlecht spielte hatte er nicht die geringste Chance. Das ausgefallene Nachtessen holten wir mit einem Sandwich im Hotelzimmer nach.
24. Januar 2007
Heute stand nun endlich Tennis auf unserem Tagesprogramm. Martina Hingis musste gegen Kim Clysters antreten und verlor leider ihr Spiel. Sharapova gewann ihr Spiel mit ihrem gewohnten Stöhnen. Der Männermatch zwischen Haas und Davidenko stand auf einem ganz anderen Niveau. Wie wir erfuhren kann man sich in der Rod Laver Arena für Tickets bemühen. Nach vier Uhr nachmittags kommen die Billette in den Verkauf, welche zurückgegeben werden. Ich stellte mich für anderthalb Stunden in die Schlange. Da während dieser Zeit gerade drei Personen bedient wurden gab ich das Unternehmen frühzeitig auf.
23. Januar 2007
Der heutige Tag war für Sightseeing reserviert. Nach dem Besuch des Marktes fuhren wir zur St. Kilda Beach die nächstgelegene Beach für die Melbourner. Der Vergnügungspark war da schon mehr besucht. Direkt beim Bahnhof sind einige moderne Gebäude entstanden, mit Austellungen, Läden und Cafes.
22. Januar 2007
Wir erreichten Melbourne morgens um sechs. Mit dem Zug fuhren wir eine Station zur Flinders Street wo sich unser Hotel befindet. Wir bekamen sofort ein Zimmer und konnten uns daher noch etwas ausruhen, im Bus haben wir nicht viel geschlafen. Gegen Mittag nach einem späten Früstück holten wir die Tickets fürs Tennis vom Mittwoch und Donnerstag. Wir versuchten noch Tickets für die Abendspiele vom Mittwoch oder Donnerstag zu bekommen - keine Chance alles ausverkauft.
21. Januar 2007
Am Vormittag fiel immer wieder Regen. Deshalb und weil wir heute Abend noch mit dem Bus nach Melbourne fahren schauten wir uns die Entscheidung der Tour Down Under am TV an. Martin Elmiger gewann den ersten Spurt und damit zusätzliche zwei Sekunden. Den zweiten Spurt machte eine Gruppe unter sich aus die voraus fuhr. Die letzte Spurtentscheidung ging an Robbie McEwen und damit war die Tour für Elmiger entschieden. Kurz vor sieben holten uns Margaret und Graham ab, um uns zum Busbahnhof zu bringen.
20. Januar 2007
Heute war ein richtiger Regentag wie wir sie zur genüge von zu Hause kennen, hier in Südaustralien und Adelaide geniesst man aber einen solchen Tag. Obwohl in den Flinders Ranges und um Coober Pedy einige Strassen wohl für ein paar Tage unpassierbar sind und einige Kleinstädte abgeschnitten sind macht man nicht auf Panik. Man freut sich, dass sich die Dämme wieder füllen und bald grünes Gras spriessen wird.
Leider ist dieses Wetter für die Fahrer der Tour Down Under nicht so willkommen. Dies hat aber Martin Elmiger kaum gestört. Dank seinem heutigen 3. Etappen Rang und den zwei Sekunden Zeitgutschrift liegt er nun eine Sekunde vor dem bisherigen Leader Menzies. Wir hoffen, dass er den ersten Rang am morgigen Schlusstag verteidigen kann und werden ihn entsprechend anfeuern.
19. Januar 2007
Victor Harbour gehörte heute ganz den Velofahrer. Vormittags den 2500 Hobbyfahrer, welche die gleiche Strecke absolvierten wie nachmittags die Profis. All jene die schon das Nove Colli oder das Alpen Brevet mitgemacht haben kennen dieses Gefühl, es geschafft zu haben. Am Rande bemerkt - die Profis legten die 128 Km in 2h 38 min zurück!
Das Hauptthema in Südaustralien war heute aber nicht die 3. Etappe der Tour Down Under, sondern der seit Wochen erwartete Regen. Seit neun Jahren findet die Tour statt und zum ersten Mal hatte man auf einer Etappe Regen. Bauern und Gartenbesitzer können ihr Glück kaum fassen. An manchen Orten viel innerhalb von ein paar Stunden soviel Regen wie sonst in einem ganzen Jahr. An einigen Orten hatte dies auch leichte Überschwemmungen zur Folge, dies stört aber kaum jemand. Allzu lange musste man auf den Regen warten.
18. Januar 2007
Die erste Etappe der Tour Down Under brachte gestern beinahe den ersten Sieg für einen Schweizer. Martin Elmiger belegte im Schlusssprint in Tanunda (Barossa Valley) und im Gesamtklassement den zweiten Platz. Heute kam das Hauptfeld mit 17 Minuten Rückstand in Hahndorf ins Ziel. Da in der Spitzengruppe keiner der Ausreisser von gestern vertreten war behielt Martin den zweiten Gesamtrang. Die Hinfahrt nach Hahndorf durften wir in Graham's "neuem" Volvo mitmachen. Den Rückweg legten wir auf unsern Velo's durch die Adelaide Hills zurück. Die Fahrer der Tour wie auch wir schätzen die Abkühlung, für heute Abend und die kommenden Tage ist sogar etwas Regen angesagt.
16. Januar 2007
Heute war ein anstrengender und heisser Tag, 40 Grad war die Vorhersage. Wir unternahmen nochmals eine Ausfahrt mit Norman's Auto, mit Air Condition kein Problem. Das Ziel war der Murray River bei Swan Reach und Blanchetown. Auf dem Rückweg, der durchs Barossa Valley führte, stoppten wir zum Mittagessen bei Peter Lehmann's Winery. Am Abend dann stand die erste Etappe der Tour Down Under auf dem Programm. Wie schon die Jahre zuvor ist nur ein Schweizer mit von der Partie. Diesmal Martin Elmiger von Ag2r, die Jahre zuvor war er bei Phonak unter Vertrag. Das Rundstreckenrennen wurde wie immer von den Aussies dominiert, die nun ihre Hauptsaison haben, ausser jenen die in Europäischen Mannschaften fahren.
15. Januar 2007
Wenn man motorisiert ist darf ein Besuch im Clare Valley bei Skillogalee nicht fehlen. Zum ausgezeichneten Essen - Ente in Kokosnuss Sauce mit schwarzem Reis - durfte ein Glas Shiraz, von Diana und Dave offeriert nicht fehlen. Sie gaben uns noch eine Besonderheit mit auf den Weg, der Trevarrik ist ihr bester Cabernet Sauvignon, wird in ein paar Wochen abgefüllt und soll ihr Flagschiff werden. Die Flasche die sie uns mitgaben war ein Vorabzug - wir sind gespannt! Im Gegensatz zu den Hills ist das Clare Valley wirklich Furz trocken. Man spricht hier in Australien vom regenärmsten Winter seit man Messungen macht. Die Sprinkler dürfen nur noch einmal pro Woche benutzt werden, Fehlbare werden gebüsst. Heute hat es den Minister erwischt der diese Verordnung angeordnet hat.
14. Januar 2007
Carmel flog nach Melbourne zum Tennis und Norman fährt nicht mehr Auto, somit können wir den Toyota Combi für ein paar Tage benützen. Die erste Ausfahrt machten wir in die Adelaide Hills und genossen in der Talunga Winery eine Toskanische Platte mit Fleisch, Gemüse und Käse. Wie man sieht fliesst der Rose vom Fass direkt in einen Zuber. Zum Glück hatte Rita nur ein Glas, wenig später wurden wir von der Polizei angehalten und Rita musste blasen!
13. Januar 2007
Nach meiner Vorfrühstücksfahrt auf dem Velo und dem anschliessenden ausgiebigen Frühstück fuhren wir über Brighton nach Glenelg, wo dieses Wochenende ein internationales Beach Volleyball Turnier stattfindet. Wie man sieht schützen sich nicht nur die menschlichen Zuschauer vor der grellen Sonne.
11. Januar 2007
Nach den 40.2 Grad von gestern wurde für heute ein "Cool Change" erwartet, die auch tatsächlich eintrat. Somit ein idealer Tag um mit Margaret & Graham ins McLaren Vale zu fahren. Wir nahmen wie immer den Zug bis nach Norlunga und pedalten von dort auf dem alten Bahntrassee, welches zu einem Veloweg mutiert wurde nach McLaren Vale. Im Tin Shed war es Zeit für den ersten Kaffeehalt. Nach ein paar weiteren Kilometern durch Rebhügel erreichten wir Hoffmann's Weinkeller & Restaurant gerade rechtzeitig zum Lunch. Auf dem Rückweg mussten wir unbedingt den Eiskaffee im Tin Shed probieren. Im Osten sagen wir den Rauch des Buschfeuers, das gestern in der Nähe von Kangarilla ausgebrochen ist. Ausgebrochen ist eigentlich der falsche Ausdruck, das Feuer wurde durch einen Irren absichtlich entfacht.
6. Januar 2007
Nach dem Marktbesuch im Central City Market am Morgen spazierten wir am Nachmittag wieder einmal zum Brownhill Creek. Wir trauten unsern Augen nicht, fast auf jedem Baum sass ein Koala! Natürlich ist das etwas übertrieben, aber wir zählten nicht weniger als 13 Koala's entlang der Strasse. Man kann daher annehmen, dass auch abseits der Strasse sich noch zusätzliche irgendwo auf einem Baum befanden.
Der Frangi-Pangi Baum vor dem Unit steht nun ebenfalls in voller Blüte.
5. Januar 2007
Was "kocht" man an einem heissen Tag wie heute - Steak Tartar!
Natürlich haben wir es nicht gekocht, dafür ist das Fleisch zu gut. Hans hätte seine Freude daran. 370 gr. feinstes Rindfleisch für 6 Franken, davon kann man in der Schweiz nur träumen. Apropos Preise, 1 Kg Bananen, die nach dem letztjährigen Sturm in Queensland 13 Franken gekostet haben, sind nun wieder für weniger als 3 Fr. zu haben.
4. Januar 2007
Trotz der angesagten 40 Grad wagten wir uns heute aufs Velo. Sogar die Möven bevorzugten einen Schattenplatz. Die Sonne fand ihren Weg durchs Ozonloch und die Segler warteten auf Wind.
Die 40 Grad wurden nicht erreicht, das Thermometer kletterte nur auf 37.5 Grad.
2. Januar 2007
Gestern verbrachten wir einen faulen Tag zu Hause. Dafür wagten wir uns zum ersten Mal in die Hills und zwar zum Norton Summit von wo man eine gute Aussicht auf die Stadt bis zum Meer hat. Davon gibts leider kein Foto.
 © Albert Meyer Last Update 1. Januar 2007